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Naturpark ist Modellregion für das Projekt Naturpark Kita


Felix und Oliver haben sich ihre kleinen Schippen geschnappt und pflanzen eine Erika in den Kübel.Alina bläst derweil die Wangen auf und pustet ein Windrad in Bewegung. Und Maximilian und Niklas vergleichen das Holz und die Blätter von Buche, Eiche und Linde. Natur erfahren steht heute auf dem Programm in der Kindertagesstätte "Unterm Regenbogen" in Elmpt. Der Naturpark Schwalm-Nette ist zu Gast.Das Wasser der Schwalm, die heimischen Bäume und das Thema Windkraft werden künftig häufiger „Unterm Regenbogen“ und in der benachbarten Kita "Raupe Nimmersatt" in Overhetfeld angesprochen.
Und nicht nur dort. Der Naturpark Schwalm-Nette hat das Thema Naturpark-Kita auf die Tagesordnung gesetzt. Der Niederrhein ist eine von nur drei Modell-Regionen deutschlandweit. „Die Kinder in diesem
Alter sind neugierig, wissensdurstig und für die Natur zu begeistern. Es wäre schade, dieses Potential nicht zu nutzen“, sagt Naturpark-Vorsteher Dr. Andreas Coenen, selbst Vater von zwei Kindern.

Einen ersten Schritt in diese Richtung hatte der Naturpark bereits vor zwei Jahren mit der Auflage eines Wimmelbuches gemacht. Seitdem haben die Verantwortlichen immer wieder mit dem Thema frühkindliche Bildung beim Verband Deutscher Naturparke geworben – mit Erfolg. „Der Verband möchte deutschlandweit Naturpark-Kitas für Kooperationen gewinnen“, sagt Schwalm-Nette-Geschäftsführer Michael Puschmann. Bis es soweit ist, ist es aber noch ein weiter Weg.

Ein erstes Treffen zwischen Vertretern der verschiedenen Naturparke und Pädagogen findet Anfang November im Naturparkzentrum „Haus Püllen“ in Wachtendonk statt. Dort wird für die Region Deutschland West/Südwest der Rahmen der Kooperationsverfahren besprochen. Es geht um Fragen wie: Welche Leistungen und Inhalte müssen die Kitas stellen? Welche Unterrichts-materialien bereiten die Naturparke vor? Wie zertifizieren sich Kitas und wie lange ist die Urkunde gültig? Zudem sollen die Erzieher geschult werden. Regionale Besonderheiten finden dabei ebenso Berücksichtigung wie Exkursionen zu Lernorten außerhalb der Kita.

„Durch die Kooperation lernen die Kinder die Natur und Kultur ihrer Heimat noch besser kennen“, sagt Dr. Coenen. In die Natur geht es für die Kinder der Kitas "Unterm Regenbogen" und "Raupe Nimmersatt" ohnehin regelmäßig. Es gibt Wandergruppen, Ausflüge und Besuche auf den Höfen der Umgebung.

"Durch die Kooperation mit dem Naturpark könnten wir dieses Angebot erweitern", sagt Marita Heymes, Leiterin der beiden gemeindlichen Kitas in Elmpt und Overhetfeld. Niederkrüchtens Bürgermeister Karl-Heinz Wassong ist ebenfalls begeistert von der Initiative: "Wir werden unsere Einrichtungen auf dem Weg zur anerkannten Naturpark-Kita unter-stützen, wo wir nur können." Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.


Archiv
Link 09.02.2017 - Appell Rücksicht Wanderer und Mountainbiker
Link 21.11.2016 - Naturpark Kita
Link 19.10.2016 - Alternative Parkplätze Premiumwanderwege
Link 06.05.2013 - Naturpark mit GPS erleben


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