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Schleuse Louisenburg




Napoleons Nordkanal als Vision einer Verbindungzwischen Maas und Rhein
Kein Wasser, dafür jedoch ein sehenswertes Zeugnis historischer Wasserbaukunst finden Sie am Napoleonsweg in Straelen. Die Schleuse Louisenburg ist ein bis heute erhaltenes Baudenkmal des „Grand Canal du Nord“.
Im Jahre 1809 wurde von den Franzosen mit dem Bau des Nordkanals als Schifffahrtsverbindung zwischen Maas und Rhein begonnen. Mit Hilfe dieser geplanten neuen Wasserstraße von Neuss über Venlo nach Antwerpen wollte Napoleon die niederländischen Seehäfen an der Rheinmündung umgehen. Der lukrative Schiffsverkehr auf Rhein und Maas sollte über den Seehafen Antwerpen geleitet werden, da sich die Niederlande der von Napoleon verhängten Handelssperre mit
den Engländern widersetzten.
Nach der Fertigstellung etwa eines Drittels des Kanals gelangten die holländischen Häfen unter Napoleons Machtbereich und der Grund für den Kanalbau entfiel. Die Arbeiten wurden 1811 eingestellt. Napoleon war jedoch nicht der Erste, der versuchte das ehrgeizige Vorhaben eines Verbindungskanals zwischen Rhein und Maas in die Tat umzusetzen. Schon die Spanier verfolgten 1626 mit der Fossa Eugeniana ein ähnliches Ziel. Dieser Versuch scheiterte jedoch am erheblichen Widerstand der niederländischen Bevölkerung. Heute kann man entlang der ehemaligen Kanalbauwerke grenzüberschreitende Fahrradtouren und Wanderungen unternehmen. 2002 wurde die Fietsallee am Nordkanal als Radweg ausgewiesen. Zu erkennen ist der Wegeverlauf in der Landschaft an rot-weißen spindelförmigen Stäben. Auf befestigten Flächen kennzeichnen eine grünblaue Linie mit Querstrichen oder senkrechte Stelen in derselben Farbe den Verlauf.


Anreise und weitere Informationen
Nächster Parkplatz: Wanderparkplatz Straelen, Herscheler Straße
Nächste Haltestelle: Straelen, Herscheler Weg
unmittelbar hinter Kreuzung mit Leuther Straße (B221)
Links: >www.straelen.de >www.nordkanal.net

Koordinaten: N 51°22‘36.2‘‘ E 6°15‘04.2‘‘
32 U 308697 5695305


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